Wiederverheiratete: Jesuit erwartet keine neuen Regeln von Synode

#1 von Traudel , 24.07.2015 22:27

Wiederverheiratete: Jesuit erwartet keine neuen Regeln von Synode

P. Bernd Hagenkord / Radio Vatikan
Familienseelsorger Reinhold Ettel in Kärntner "Sonntag": Denkweise des Papstes folgt nicht einem Schema, das in "erlaubt" und "verboten" einteilt
23.07.2015



Wien (KAP) Neue Regeln im Bezug auf die Kommunion Geschiedener Wiederverheirateter sind von der für Herbst im Vatikan geplanten Familiensynode nicht zu erwarten: So zumindest die Einschätzung des Jesuiten und scheidenden Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Gurk-Klagenfurt, Reinhold Ettel. Franziskus Denkweise folge nicht einem Schema, das in "erlaubt" und "verboten" einteilt, er werde dagegen stark ermutigen, "in Gesprächen dem nachzugehen, wie es mit der Versöhnung mit der gescheiterten Beziehung ist", betonte Ettel in der aktuellen Ausgabe der Kärntner Kirchenzeitung "Sonntag".

Der Jesuit rechnet mit dem Faktor Barmherzigkeit, dem er für die Synode im Herbst eine tragende Rolle voraussagt; und Barmherzigkeit "schaut ganz stark auf die Person, nicht darauf, was jemand falsch gemacht hat. Es wird nichts beschönigt, aber es wird auch gesehen, dass Gott jeder einzelnen Person sagt: Steh auf, geht weiter, ich lasse dich nicht fallen!". Diese "kreative Pastoral" des Papstes sei bereits im "instrumentum laboris" zur Synode abzulesen.

In diesem Zusammenhang habe Franziskus auch das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen, das vom 8. Dezember an, 50 Jahre nach Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, eine Vertiefung der Kirche in der Barmherzigkeit bringen solle. Franziskus stehe in dieser Hinsicht in der Tradition Johannes XXIII., der bei der Eröffnung des Konzils betont habe, die Kirche müsse mehr Heilmittel der Barmherzigkeit als Anwalt der Strenge sein. Seither habe die Bedeutung der Barmherzigkeit von Papst zu Papst zugenommen.

"Paul VI. hat sie zum Abschluss des Konzils betont, Johannes Paul II. hat viel von Barmherzigkeit gesprochen und den 'Sonntag der Barmherzigkeit' eingeführt; die erste Enzyklika Benedikt XVI. hieß 'Gott ist Liebe', und Franziskus scheint noch viel mehr davon geprägt zu sein."



Dieser Text stammt von der Webseite http://kathpress.at/site/nachrichten/database/71415.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.


 
Traudel
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